Von Klein-Flottbeck nach Rommerskirchen: Mit Gilbert Tillmann, Frederic Tillmann und Karl Schneider starten gleich drei Derby-Stars beim Springturnier des Reitvereins Gut Kruchenhof. Geboten wird vier Tage starker Springsport.

Ein kurze Turnierpause gönnten sich Gilbert und Frederic Tillmann nach den anstrengenden Tagen beim Deutschen Spring-Derby in Hamburg. Jetzt sind die Brüder vom Gestüt Gut Neuhaus erholt und ihre Pferde „frisch“ für das nächste Turnier, das praktischerweise fast direkt um die Ecke ihres Domizils stattfindet. Es geht zum Gut Kruchenhof in Rommerskirchen. Von Donnerstag bis Sonntag (20. bis 23. Juni) werden auf der Reitanlage zwischen Anstel und Delhoven vier Tage starker Springsport geboten. Mit allen Lokalgrößen aus dem Kreis-Pferdesportverband Neuss, aber eben auch mit den Derby-Stars. Zu Gilbert und Frederic Tillmann gesellt sich der dritte Rheinländer, der im Deutschen Spring-Derby startete: Karl Schneider (RJC Rodderberg). Der Wachtberger hat weit über 100 S-Siege auf seinem Konto, ist immer ein Kandidat für goldene Schleifen. Er trifft unter anderem auf rheinischen Springsport-Größen wie Otmar Eckermann (RV Kranenburg) und Frederik Knorren (RV Würselen). Aus dem heimischen KPSV sind unter anderem Marc Boes (RFV Liedberg) und Rebecca Golasch (RFV Kaarst) dabei.

Sie alle dürften sich auf Gut Kruchenhof sehr wohl fühlen: Das Turnier, das der kleine RV Gut Kruchenhof mit seinen Ehrenamtlern stemmt, bietet beste Bedingungen.

Die Böden sind topp präpariert.

Turnierchef Uwe Hintzen

Der Springplatz, 75 mal 60 Meter groß, bietet den Parcourchefs Nicole Hebmüller und Otmar Schmid viel Platz, um kreative Kurse zu entwerfen. Ihre Parcours‘ dürften die Aktiven vor einige Klippen stellen – und den Zuschauern aufregende Momente zum Mitfiebern bescheren.
Sechs Springprüfungen der schweren Klasse stehen auf dem Programm. Damit ist das Turnier das größte im Rhein-Kreis Neuss in der „grünen Saison“. Nur die Gut Neuhaus Indoors warten mit so vielen S-Springen auf, sind allerdings ein Hallenturnier.

Der große Springplatz auf Gut Kruchenhof ist optimal vorbereitet.

Sportlicher Höhepunkt ist der „Große Preis“ – ein Zwei-Sterne-S mit Siegerrunde – am Sonntag um 16:00 Uhr. Ein Publikumsrenner ist das Barrierespringen der Klasse S am Samstagabend ab 19:15 Uhr.
Uwe Hintzen ist mit der Resonanz der Reiter sehr zufrieden. Über 1450 Nennungen sind eingegangen. Insgesamt 27 Springprüfungen hat der Verein, der das Turnier mit seinen ehrenamtlichen Helfern stemmt, ausgeschrieben. „Da gibt es von früh morgens bis abends jeden Tag genug zu gucken“, sagt der Chef-Organisator. Damit ist das Turnier auch bestens für den Familienausflug geeignet. Abgesehen vom sportlichen Programm hat der Veranstalter auch abseits des Springplatzes für Annehmlichkeiten gesorgt. Es gibt eine kleine Shoppingmeile mit allem, was das Reiterherz begehrt. Hungern muss auch kein Besucher: Es gibt diverse Gastronomie-Angebote, vom Grill-Klassiker bis zum Eiswagen.

Die komplette Zeiteinteilung sowie Nennungslisten sind vor dem Turnier auf www.bila.de online abrufbar.

Das Turnier der Torfgrafen vom Bergerhof in Dormagen Gohr findet am 29. und 30. Juni 2019 statt. Insgesamt 18 Prüfungen stehen auf dem Programm und bieten Zuschauern als auch Teilnehmern viel Abwechslung.
Im Reitstall Schleifer wird bekanntermaßen die Jugendförderung groß geschrieben. Daher findet am Samstagmittag nicht nur der Stilspringwettbewerb mit Qualifikation zum KATINA Mini-Cup statt, sondern es stehen weitere Springwettbewerbe und Reiterwettbewerbe statt, um die Jugend für den Turniersport zu begeistern.
Im Führzügelwettbewerb am Sonntagnachmittag dürfen die ganz Kleinen dann ihr Können zeigen. Der Samstagmorgen gehört traditionell den jungen Pferden, es stehen die Springpferdeprüfungen bis zur Klasse M an.
Am Sonntagnachmittag ist dann ein Höhepunkt des Turniers die Springprüfung der Klasse M mit Siegerrunde, nachdem zuvor schon die Mannschaftsspringprüfung der Klasse A für Spannung gesorgt hat.
Für das leibliche Wohl ist wie immer bei den Torfgrafen sehr gut gesorgt, sowohl herzhafte Speisen als auch vielfältige Kuchenangebote stehen zur Auswahl.
Am Samstagabend findet, in inzwischen traditionellem Rahmen, das gemütliche Beisammensein statt.

Zeiteinteilung und Ergebnisse: www.bila.de.

Der Turnierplatz des RV Torfgrafen Bergerhof auf der Reitanlage Schleifer.

Am vergangenen Wochenende wurde bei strahlendem Sonnenschein auf dem Turnier des RV Wevelinghoven e.V. am Tribünenweg nicht nur um die goldenen Schleifen gekämpft.

Auch im Rahmenprogramm gab es einen ganz besonderen Anlass zum Feiern.

Lutz Bartsch, Ehrenpräsident des Kreispferdesportverbandes Neuss, ließ es sich nicht nehmen Herrn Walter Peiffer im Namen des Verbandes mit der goldenen Ehrennadel zu ehren. Walter Peiffer ist einer der Mitbegründer des Reit- und Fahrverein Wevelinghoven e.V. im Jahr 1957. Er hat seit der ersten Stunde das Amt des Geschäftsführers inne. In dieser Funktion stand er dem Verein bis heute zur Seite. Allerdings wird die Bezeichnung „Geschäftsführer“ ihm nichtausreichend gerecht. Er war jahrzehntelang der „Macher“ im Verein und hat über seine sehr guten Kontakte in Reiterkreisen dem Verein viele Türen geöffnet. Er hielt den Verein und auch andere Vereine im Kreisverband über Jahrzehnte zusammen. Er organisierte u.a. nicht nur kreisweite Ausritte mit und für die Vereine des Kreisverbandes.

Er setzte stets auf die Jugend und setzt sich auch heute noch verstärkt für sie ein. Den sozialen und gemeinschaftlichen Zweck hat er sich groß auf seine Fahne geschrieben.

Bei den Vorstands-Neuwahlen in diesem Jahr ist Herr Walter Peiffer nicht mehr angetreten. Seine Nachfolgerin ist Frau Heike Bongers, die in wahnsinnig große Fußstapfen tritt.

Walter Peiffer hat seine weitere Unterstützung aber bereits zugesagt. Darüber freuen sich nicht nur die neugewählte Vorsitzende Sabrina Lehmann undder ebenfalls gewählte Kassierer Andreas Görlichsondern auch der gesamte Verein.

Herr Landrat Hans-Jürgen Petrauschkeüberbrachte in seiner Eigenschaft als Schirmherr des Turniers die Glückwünsche des Rhein-Kreis Neuss und betonte auch noch einmal wie wichtig das Ehrenamt ist.

Die zweite Qualifikationsprüfung fand am vergangenen Wochenende auf dem Turnier des RuFV Wevelinghoven am Tribünenweg statt.

Mit einer Wertnote von 7,9 siegte in der Dressurprüf. Kl.A mit Qualifikation zum MIDI-Cup Laura Roßkothen vom Förderkreis Dressur Neuss auf La Perla Brillante. Damit führt sie den Cup an, gefolgt von Lilli Schmitz mit Der kleine Duke, die am Samstag eine Wertnote von 7,5 erritt.

Ebenfalls für den Förderkreis Dressur Neuss startete Leah Fehn auf Valiente und siegte in der E-Dressur mit einer Wertnote von 7,1. Nina Pralle vom RV Osterath platzierte sich am Wochenende auf Platz 4, führt in der Gesamtwertung jedoch immer noch den KATINA Mini Cup (E-Dressur) an.

Die Ergebnisse und Zwischenstände des Cups findet man unter pferdesport-neuss.de/ergebnisse/.

Die nächsten Prüfungen finden auf dem Turnier des PSV Klitzenhof am 20./21.7.2019 statt.

Nach einer Woche Pause dreht sich der Turnierzirkus im Kreis-Pferdesportverband Neuss weiter: Am Wochenende treffen sich die Reitsportler aus der Region auf dem Turnierplatz am Tribünenweg in Wevelinghoven.

Die Reitertage des RFV Wevelinghoven gehören zu den traditionsreichsten Turnieren im KPSV Neuss. Insgesamt 23 Prüfungen hat der Verein dieses Jahr ausgeschrieben. Dabei kommen sowohl Dressur-Fans als auch Springsport-Liebhaber voll auf ihre Kosten – das Programm bietet einen sportlichen Mix für den Nachwuchs und für gute Amateure.
Für die Dressurreiter ist die M-Dressur am Sonntagnachmittag ab 13:45 Uhr die schwerste Prüfung. Fast 40 Paare haben sich angekündigt. Da wird am Rande des Vierecks über fliegende Wechsel, Traversalen und Schrittpirouetten gefachsimpelt. Ein starkes Starterfeld gibt es auch in der L-Dressur auf Kandare, die Sonntagmorgen schon um 8:30 Uhr beginnt. In den anderen Dressurprüfungen trabt vor allem der Nachwuchs durch das Viereck.

Auf dem großen Springplatz baut Parcourschef Markus Lück seine Kurse – und stellt den Springreitern und ihren Pferden kniffelige Aufgaben. Highlight ist das M-Springen mit Siegerrunde am Sonntag (16:45 Uhr). Zahlenmäßig sticht das L-Springen unmittelbar vorher heraus, das mit 60 Nennungen ähnlich gut besetzt ist wie das Zwei-Sterne-A-Springen am Sonntagmorgen (10 Uhr). Publikumsmagnet am Samstag dürfte das Zeitspringen der Klasse M ab 17:30 Uhr sein.

Mini- und Midi-Cup Dressur und Springen

Die Dressur- und Springprüfungen der Klassen E und A sind zugleich auch Qualifikationen für den KATINA Mini- und Midi-Cup. Die Cups richten sich an junge Aktive bis 18 Jahre aus dem KPSV Neuss. Das Turnier in Wevelinghoven ist die zweite von insgesamt vier Qualifikationen. Das Finale mit den jeweils besten acht Paaren wird Anfang September beim Turnier des RV Jüchen-Hochneukirch ausgetragen.

Es war eine sehr interessante Veranstaltung am gestrigen Abend mit Thomas Schütz, Leiter der Sportförderung des Rhein Kreis Neuss.

Eine Zusammenfassung findet ihr hier:

Zum zehnten Mal galoppierte Gilbert Tillmann in den schwersten Parcours der Welt. Für Frederic Tillmann war das Derby am Wall zu Ende.

Vor der 90. Auflage des Deutschen Spring-Derbys in Hamburg gestern standen gerademal 157 Null-Runden in den Ergebnisbüchern. Es gab sogar Derbysiege ohne Null-Fehler-Ritte, wie bei Gilbert Tillmann und Hello Max 2013. Gestern kamen zwei dazu: von Nisse Lüneburg auf Cordillo und dem Iren Shane Breene auf Can Ya Makan. Als die beiden dann im Stechen um den Derbysieg kämpften (Lüneburg gewann), schaute Gilbert Tillmann gut gelaunt zu. Er hatte den siebten Platz sicher. Seine siebte Top-Ten-Platzierung beim zehnten Derbystart.

Gilbert Tillmann und Hadjib. Foto: dpa/Daniel Bockwoldt. Eingebettet von RP-Online: https://rp-online.de/nrw/staedte/rhein-kreis/sport/gilbert-tillmann-siebter-im-deutschen-springderby_aid-39184599

Ich bin mit dem siebten Platz super zufrieden. Nach der langen Pause von Hadjib habe ich mit dieser guten Leistung nicht gerechnet.

Gilbert Tillmann

Umso mehr, weil die zwei Qualifikationsspringen so gar nicht optimal gelaufen waren. Doch Sonntag Nachmittag war der alte Hadjib zurück.

Zeitweise sah es sogar so aus, als würde Gilbert Tillmann seinem zweiten Derby-Sieg entgegenreiten: Er führte mit seinem Vier-Fehler-Ritt das Derbyfeld lange an. Der Grevenbroicher musste nach der durchwachsenen Qualifikation bereits als vierter Starter in den Derbyparcours galoppieren. Er, der gerade in Hamburg immer mit den Nerven kämpft, blieb erstaunlich gelassen. Und sein Pferd auch. Als wären die beiden nach der zweijährigen Verletzungspause von Hadjib nie weggewesen. Das Paar sprang alle Klippen von Pulvermanns Parcours souverän. Am sechsten Hindernis dann ein Flüchtigkeitsfehler. Das Gatter fiel. „Da waren wir etwas zu weit weg – der Fehler geht auf meine Kappe“, analysierte er den Ritt. Und er wäre nicht er selbst, wenn er sich nicht über den Fehler ärgern würde. „Das war unnötig, man darf sich hier an keinem Sprung zu sicher sein.“

In Führung bis nach der Pause

Nach seinem zehnten Derbyauftritt war er zum Warten verdammt. Und sah, wie die Konkurrenz Abwürfe kassierte oder ausschied. Bis Benjamin Wulscher ins Stadion galoppierte. Er lieferte auf Bangkok Girl PP die zweite Vier-Fehler-Runde, war allerdings über 20 Sekunden schneller als Tillmann. Der 30-jährige Sachse hat übrigens unter anderem in Grevenbroich bei den Tillmännern für den Auftritt in Klein Flottbek trainiert: beim Rheinischen Hallenderby im Rahmen der Gut Neuhaus Indoors im März, das er gewann. Gestern wurde er Fünfter. Dann kamen Breen und Lüneburg – und der Traum vom dritten Podestplatz in Folge war zu Ende.

Zweiter im Speed-Derby, aber Aus im Derby

Bei seinem Bruder Frederic Tillmann lief es genau andersherum: guter Start, schlechtes Ende. Der 40-Jährige war auf Oreal des Etains Z, seinem derzeitigen Toppferd, in der ersten Qualifikation mit nur einem Abwurf gut gestartet. Im zweiten Springen kassierte das Paar zwei Abwürfe. Gestern Nachmittag spielten dann die Nerven des 14-jährigen Wallachs nicht mit. Die beiden schieden aus, nachdem der Schimmel den drei Meter hohen Wall nicht herunterwollte. Schon in den Qualifikationsspringen war es an dem spektakulären Hindernis nicht gut gelaufen. „So ist der Sport, passiert eben. Ich bin sehr zufrieden, dass ich überhaupt vor 25.000 Zuschauern das Derby reiten durfte“, zog Frederic Tillmann Bilanz. Und einen Erfolg feierte er trotzdem: Platz zwei im Speed-Derby am Samstagabend im Sattel von Concetta W, seinem zweiten Pferd. „Insgesamt war es sportlich ein tolles Wochenende.“

🎉 Platz 2 im Speed-Derby für Frederic Tillmann und Concetta W gestern in Hamburg. Super Runde. 👋 Heute gehts weiter. Sowohl Frederic als auch Gilbert starten gleich im 90. Deutschen Springderby.➡ Ab 13:20 Uhr überträgt der NDR, einen Livestream gibt es bei Clipmyhorse. Drückt die Daumen! #pferdesportneuss📸 © Andrea Wagener

Gepostet von Kreis-Pferdesportverband Neuss am Sonntag, 2. Juni 2019

Dressursport vom Feinsten und das bei Kaiserwetter: Kein Wunder, dass die Resonanz bei den Neuss-Grefrather Dressurtage überaus gut war. An allen vier Tagen waren die Tribünen am Viereck der Held’schen Reitanlage voll besetzt. Sonnenbrille, Sonnencreme und kühle Getränke waren die optimale Ausstattung – auch für die Aktiven. Sie waren froh, zumindest am Sonntag Jackett bzw. Frack auslassen zu dürfen. 

Aus sportlicher Sicht knüpfte das Turnier des Neuss-Grefrather Reitclubs nach einem Jahr Pause nahtlos an seine über 30-jährige Tradition an. Vier Prüfungen der schweren Klasse standen auf dem Progamm. In drei der S-Dressuren kamen die Siegerinnen aus Vereinen im Kreis-Pferdsportverband Neuss. Und das bei starker Konkurrenz aus der Region.

Stefanie Frieß & Brenda AW super harmonisch

Sowohl Freitag als auch Sonntag gab es sogar Neusser Doppelsiege. Im Sankt Georg (Ein-Sterne-S), sportlicher Abschluss des Turniers, war es sogar ein Doppelsieg für den Gastgeber. Stefanie Frieß trabte mit ihrer achtjährigen Stute Brenda AW zu Gold. Das Paar zeigte eine harmonische wie fehlerfreie Vorstellung. Damit kratzten sie an der magischen 70-Prozent-Marke: starke 69,912 Prozent vergaben die drei Richter für die Leistung des Paares.

Frieß verwies damit ihre Vereinskollegin Marion Schleypen auf Platz zwei. Die Lokalmatadorin hatten ihren Routinier White Kiss gesattelt. Der 18-jährige Hengst, einst als Sechsjähriger auf dem Bundeschampionat mit Bronze ausgezeichnet, zeigte sich immer noch frisch und dynamisch. Die Vorstellung wurde von den Richtern mit 69,167 Prozent belohnt.

Dritte wurde Miriam Banse-Dörung (Förderkreis Dressur Neuss), die auf Riverdance ebenfalls sehr sicher im Viereck unterwegs war. Das Paar heimste damit seine zweite S-Schleife auf den Dressurtagen ein. Schon in der S-Dressur am Donnerstag waren die Zahnärztin und ihr 14-jähriger Rheinländer Wallach in Topform und hatten die goldene Schleife geholt.

Im Sankt Georg Spezial am Freitag waren Stefanie Frieß und ihre Fuchsstute Brenda AW noch auf Rang zwei gelandet. Kahra Alena Baumann (RV St. Johannes Waat) war mit ihrer Stute Dance with me einen Hauch besser. Die Bereiterin im Stall von Heiner Schiergen heimste einen weiteren S-Sieg ein. Die 29-Jährige kommt ihrem Traum vom Goldenen Reitabzeichen immer näher.

Nur in einer S-Dressur ging der Sieg an eine Reiterin außerhalb des KPSV Neuss. Louisa Lüttgen, mehrfache Europameisterin Nachwuchsbereich, steuerte ihren Fuchswallach Damon’s Dream bei seiner S-Premiere direkt zum Sieg. Die Kerpenerin (ARC Bonn) ist seit vielen Jahren immer wieder bei den Dressurtagen am Start.

Die Gastgeber freuten sich auch am Freitagabend mit Julia Wann. Die Bereiterin vom Reitstall Held gewann auf Henry vom Hofe die M-Kür unter Fluchtlicht. Vor vollen Rängen galoppierte sie den Rappen zum Sieg; in der M-Dressur am Vortag war sie noch Fünfte gewesen. Unter den Zuschauern waren auch Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und der Neusser Bürgermeister Reiner Breuer. Danach wurde mit Kollegen, Konkurrenten und Freunden beim großen Hoffest gefeiert.

Wir sind super zufrieden mit dem Turnier und der Resonanz.

Janick Schleypen, Vorsitzender Neuss-Grefrather RC

NGZ Online: https://rp-online.de/nrw/staedte/rhein-kreis/sport/neuss-grefrather-dressurtage-wissen-bei-kaiserwetter-zu-begeistern_aid-39209245

Dressursport-Liebhaber aus dem Rhein-Kreis Neuss haben sich den Termin schon lange im Kalender rot markiert: Von Donnerstag bis Sonntag geht es zu den Neuss-Grefrather Dressurtagen auf der Reitanlage Held/Schleypen.

Nach einem Jahr Pause realisiert das Team des Neuss-Grefrather Reitclubs endlich wieder sein Traditionsturnier. 2018 hatte der Vorstand gewechselt. Seitdem führt ein junges Team den 1983 gegründeten Verein.

Für die Dressurtage setzen Vorstand Janick Schleypen, Geschäftsführerin Anna Siegelkow und Co. aber auf das bewährte Turnierkonzept: Hochkarätige Dressuren und Prüfungen für die Basis bilden einen guten Mix. Insgesamt 14 Prüfungen, davon drei der schweren Klasse S, stehen auf dem viertägigen Programm. Darunter sind auch wieder Qualifikationen zum Bundeschampionat, die naturgemäß viele renommierte Reiter mit talentierten Jungpferden anlocken. Zum Beispiel Beatrice Buchwald. Sie war von 2012 bis 2017 Bereiterin bei Isabell Werth und bildete unter anderem das derzeitige Erfolgspferd der Rekord-Olympiasiegerin, Weihegold OLD, mit aus. Inzwischen betreibt sie mit ihrem Lebensgefährten eine eigene Hengststation in Dorsten. Sie wird am Samstag die Qualifikationen zum Bundeschampionat (Dressurpferde Klasse L ab 11 Uhr und Dressurpferde Klasse M ab 14:30 Uhr) reiten.

Und auch für die Dressurprüfungen der Klasse S haben sich namhafte Reiter angekündigt. Mit dabei sind unterem Louisa Lüttgen (Kerpen), einst mehrfache Europameisterin bei den Ponys, Junioren und Jungen Reitern. Außerdem die derzeit auch international erfolgreiche Jill de Ridder (Aachen) und Routinier Silke Fütterer.

Und auch aus den Reihen des gastgebenden Vereins klettern namhafte Reiterinnen in den Sattel, darunter Marion Schleypen, Laetizia Terberger, Julia Wann und Stefanie Wittman.

Janick Schleypen freut sich auf seine ersten Dressurtage als Vorsitzender des Neuss-Grefrather Reitclubs. Und das als Springreiter. „Ich bin mit den Dressurtagen aufgewachsen. Ich halte es für sehr wichtig, die Tradition des Vereins weiterzuführen, aber gleichzeitig das Turnier auch weiterzuentwickeln.“

Zeiteinteilung und Nennungslisten finden sich auf www.bila.de online.

Es ist wieder Derby-Time: Gilbert Tillmann und Frederic Tillmann starten beim 90. Deutschen Spring-Derby. Mit fünf Pferden geht’s es nach Hamburg.

Sonntag ab 13:45 Uhr werden die Reitsportfans aus dem Rhein-Kreis gebannt an den Bildschirmen hängen. Egal ob zu Hause vor dem Fernseher oder unterwegs via Livestream am Smartphone. Seit dem ersten Auftritt von Gilbert Tillmann und Hello Max in Hamburg, ist das Deutsche Spring-Derby ein Pflichttermin und Kult in einem. 2007 sprang der Neukirchener auf Hello Max erstmals über die berühmten Hindernisse, wurde damals überraschend Elfter.

Am Sonntag steigt die 90. Auflage – und Gilbert Tillmann will wieder dabei sein, genauso wie sein Bruder Frederic. Dienstagmorgen um vier Uhr sind die Brüder mit fünf Pferden im LKW nach Hamburg gefahren. Mittwoch um 15:45 Uhr steht das erste Qualifikationsspringen an; Freitag um 13:45 Uhr die zweite. Erst danach steht fest, wer am Sonntag in den legendären Derbyparcours einreiten darf.

„Unser Ziel ist es, die Qualifikationen gut zu überstehen und Sonntag starten zu dürfen. Wir haben uns gut vorbereitet, aber es gehört wie immer auch das nötige Quäntchen Glück dazu.“

Frederic Tillmann setzt in der Vier-Sterne-Tour fürs Derby auf Oreal Des Etaines Z. Der 14-jährige Schimmel ist erfahren, hat bereits einige S-Siege auf dem Konto und war auch schon in Hamburg. Mit Concetta W hat der 39-jährige Pferdewirtschaftsmeister ein zweites Eisen im Feuer. Erst seit sechs Monaten sitzt er im Sattel der Schimmelstute. Das Paar konnte in der kurzen Zeit einige schwere Springen gewinnen. Wie sich die neunjährige Stute in der großen Kulisse von Klein Flottbek machen wird, bleibt abzuwarten.
In der Youngster Tour setzt Frederic Tillmann auf Claus-Hermann. Nicht verwandt mit Claus-Dieter, dem Ex-Derbypferd seines Bruders. Der Wallach ist erst sieben Jahre und darf erstmalig die traditionsreiche Turnierluft schnuppern.

Gilbert Tillmann hat natürlich sein derzeitiges Toppferd Hadjib mit nach Hamburg gebracht. Der braune Wallach ist inzwischen 13 Jahre. Zwei Jahre, 2017 und 2018, fiel Hadjib verletzt aus. Viele Fans des Springreiters glaubten nicht mehr an eine Rückkehr des Pferdes in den Spitzensport. Doch Gilbert Tillmann glaubte an Hadjib, gab seinem Sportpartner sehr viel Zeit beim Formaufbau. Prompt kehrte das Paar im März mit einem Paukenschlag in den Sport zurück: 2. Platz im Großen Preis bei den Gut Neuhaus Indoors. Dass Hadjib das Potenzial zum Derbystar hat, steht außer Frage. 2016 wurde Gilbert Tillmann mit ihm Derby-Sechster, ein Jahr zuvor gab es den 7. Platz.
Die Zeichen stehen also gut, dass mindestens ein Tillmann am Sonntag in den Sattel klettert, wenn es wieder heißt: Es ist Derby-Time!

Das Deutsche Springderby wird live im Fernsehen übertragen: u.a. NDR 13:30 bis 15:00 Uhr. Alle Infos zum Derby gibt es unter www.engarde.de online.

Bericht auf NGZ-Online

Oft leiden Organisatoren von Erstveranstaltungen am „Premierenflattern“: nicht das Team des Reitstalls Gut Altwahlscheid und des Förderkreises Dressur Neuss. Sie organisierten partnerschaftlich das erste Turnier auf der Anlage der Familie Tolles – und das so souverän, als hätte es dort schon unzählige gegeben. Das Programm mit sechs Prüfungen war übersichtlich, füllte aber beide Turniertage komplett aus und stieß auf gute Resonanz bei Aktiven und Zuschauern.

Den ganzen Artikel über das Turnier findet Ihr bei NGZ-Online: https://rp-online.de/nrw/staedte/rhein-kreis/sport/dressurturniere-in-uedesheim-und-neuss-grefrath_aid-39097451

Am Wochenende knüpfte der RV Jan von Werth Holzbüttgen auf dem Dückershof an seine Turniertradition an. Das Team rund um Anlagen-Chef Norbert Dückers stellte ein hochwertiges Springturnier auf die Beine – als hätte es die acht Jahre Turnierpause nicht gegeben. Scheinbar nahtlos knüpfte der Verein an das Niveau seiner Veranstaltungen bis 2011 an.

Drei Tage gaben sich bekannte Springreiter aus der Region und sogar internationale Gäste auf dem Dückershof die Zügel in die Hand. Besonders ein Name ließ Szenekenner aufhorchen: William Whitaker, Spross der weitverzweigten britischen Springsport-Familie und Neffe der Legenden Michael und John Whitaker.

Den ganzen Artikel zum Turnier findet Ihr bei NGZ-Online: https://rp-online.de/nrw/staedte/rhein-kreis/sport/dueckershof-knueft-an-grosse-turniertradition-an_aid-39081713