Gilbert Tillmann NGZ-Sportler des Monats Juni 2011

NGZ-Sportler des Monats Juni Springreiter Gilbert Tillmann aus Neukirchen schaffte es beim Deutschen Derby in Hamburg mit dem 17 Jahre alten Wallach Hello Max auf den herausragenden vierten Platz.

Neukirchen Springreiter Gilbert Tillmann war schon einmal „NGZ-Sportler des Jahres“: 2007 sprang er mit seinem Pferd Hello Max auf Platz elf im Deutschen Derby in Hamburg – und damit in die Herzen der Pferdesportfans im Rhein-Kreis Neuss. Diese wählten ihn jetzt zum „NGZ-Sportler des Monats Juni“ – und sorgten so dafür, dass ihr „Gilli“ 2011 wieder bei der Wahl zum NGZ-Sportler des Jahres dabei sein wird.

Dabei lieferte sich der 29 Jahre alte Hufschmied ein packendes Duell mit Tischtennisspielerin Jana Vollmert: Erst sah alles nach einem Sieg der Schülerin der DJK Holzbüttgen aus, doch dann griffen Tillmanns Fans zum Telefonhörer und drehten mit einer kleinen Flut von Anrufen das Blatt doch noch zu seinen Gunsten.

„Wahnsinn, das bedeutet mir wirklich immens viel“, freut sich Tillmann über die Treue seiner Fans. „Das zeigt den hohen Stellenwert des Pferdesports in unserer Region“, meint er und kommt im gleichen Atemzug auf sein Pferd zu sprechen. „Ohne Hello Max wären mir diese Erfolge nicht vergönnt, er ist der wahre Sportler des Monats. Er ist definitiv, aus heutiger Sicht, das Pferd meines Lebens!“

Bereits seit 2001 hat Tillmann den in Irland gezogenen Braunen unter dem Sattel, mit dem er seither rund 25 S-Springen gewann und mit dem er sein Goldenes Reitabzeichen erhielt. Seit seiner „Wandlung“ vom Schul- zum Toppferd sitzt ausschließlich Gilbert Tillmann im Sattel. Nur Bruder Frederic durfte den Wallach früher schon mal auf einem Turnier satteln.

Das Duo sprang schon 2007 auf Platz elf und 2009 auf Platz fünf im schwersten Parcours der Welt, dem Deutschen Springderby in Hamburg. Und schlug damit nicht nur der internationalen Konkurrenz ein Schnippchen, sondern belehrte auch diejenigen eines Besseren, die ihm und dem ebenso eigenwilligen wie kämpferischen Hello Max diese Leistungen nie zugetraut haben.

2010 riss ein Zügel, weswegen das Paar den Parcours nicht beenden konnte. Da flossen selbst beim sonst so hart gesottenen Reiter vom Gestüt Gut Neuhaus Tränen. Am 5. Juni dieses Jahres flossen dann wieder Tränen im Turnierpark von Klein-Flottbek – dieses Mal jedoch der Freude: Gilbert Tillmann und Hello Max sprangen auf einen grandiosen vierten Platz.

„Ohne die Unterstützung meiner Familie und Freunde hätte ich das nie geschafft“, meint der Grevenbroicher, der einem weiteren Derbystart nicht abgeneigt wäre, sofern Hello Max gesund bleibt. „Schließlich ist er mit 17 Jahren auch nicht mehr der Jüngste.“ Deshalb sind Turnierauftritte des bekanntesten Pferdes im Rhein-Kreis Neuss auch eher selten – „er wird nur noch ganz gezielt eingesetzt“, erklärt der Reiter.

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