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Für den Derbysieger aus dem Kreis-Pferdesportverband Neuss ist dieses Turnier quasi ein „Pflichtprogramm“: Gilbert Tillmann startet am Samstagabend beim Turnier des RV Uedesheim-Stüttgen wieder einmal in einem Springen über Gräben und Wälle. Schon seit einigen Jahren ist das „Uedesheimer Derby“ das Highlight des jährlichen Sommerturniers – um 19 Uhr geht’s los und der bekannteste Reiter aus dem Rhein-Kreis Neuss darf da natürlich nicht fehlen. 2015 gewann er das Derby, diesen Triumph könnte er am Samstagabend wiederholen. Leicht werden dürfte das aber nicht, denn die Konkurrenz schläft nicht. Mit dabei sind unter anderem Dennis Tolles, Robin Kronenberg und Jan Büsch, der Sieger von 2014. Allesamt höchst erfahren im Parcours und immer gut für einen S-Sieg.

Das Besondere dieses Jahr: „Zum ersten Mal wird das Derby als S-Springen ausgetragen, und nicht wie in den vergangenen Jahren als M-Springen“, erklärt Turnierleiter Konrad  Kronenberg, der das Turnier gemeinsam mit den vielen ehrenamtlichen Helfern des Uedesheimer Reitvereins auf die „Hufe“ stellt. Der Verein, der dieses Jahr sein 90-jähriges Bestehen feiert, ist turniererfahren, das Sommerturnier auf dem Turnierplatz bei Gut Neuwahlscheidt hat seit Jahrzehnten Tradition. Insgesamt 25 Prüfungen sowohl in der Dressur bis zur Klasse M als auch im Springen stehen auf dem Programm. Neben dem Derby sind der „Große Preis“ am Sonntag um 16 Uhr und die M-Dressur um 14 Uhr weitere Publikumsrenner.

„Die Resonanz der Reiter ist sehr gut“, freut sich Konrad Kronenberg. Die Gastgeber sorgen für optimale Bedingungen auf den diversen Reitplätzen und locken so Reiter aus dem ganzen Rheinland an. „Es wird sicher spannende Entscheidungen sowohl im Viereck als auch im Parcours geben“, versichert Kronenberg. Zusätzlich gibt es am Sonntag um 15 Uhr vor dem Großen Preis  auch noch eine Schaunummer zum Geburtstag des Vereins: 90 Jahre Uedesheimer Pferdesport in 20 Minuten. „Auch, wer kein Reitsportexperte ist, kommt an allen Tagen auf seine Kosten, es gibt viel zu sehen und für das leibliche Wohl ist natürlich auch bestens gesorgt!“

Die komplette Zeiteinteilung und Nennungslisten gibt es unter www.its-turnierservice.de.

„Ich glaube ja, der Sieg bleibt heute Abend nicht im Rheinland.“ Diese Prognose stellte ausgerechnet Derbysieger Gilbert Tillmann zum 2. Hallenderby am Samstagabend bei den Gut Neuhaus Indoors. Doch wie so oft im Sport: Unverhofft kommt oft und auch die besten Experten liegen daher mal falsch! Denn der Sieg in dem S** mit Stechen blieb sogar auf Gut Neuhaus! Allerdings nicht beim Derby-Spezialisten, sondern bei seinem Bruder.

Frederic Tillmann holte sich in einem hoch spannenden Springen seinen ersten Derbysieg überhaupt. Und das bei seinem ersten Turnier nach mehrmonatiger Reitpause wegen einer Knieoperation. Auf dem elfjährigen Schimmel Oreal Des Etains Z gelang dem 36-Jährigen direkt als erster Reiter eine Nullrunde. Dann mussten die rund 2.000 Zuschauer allerdings lange auf den nächsten „Nuller“ warten. Der Kurs, dem Hamburger Derby nachempfunden, bot viele Tücken, an denen Reiter und Pferde scheiterten. Nur einem weiteren Paar gelang das Kunststück fehlerfrei zu bleiben: Jaqueline Hintzen (RC Gut Neuhaus) auf dem Schimmelwallach Claus Dieter. Die Amazone, auf Gut Neuhaus als Bereiterin tätig und Freitagabend mit dem Goldenen Reitabzeichen dekoriert, lieferte eine geniale Runde auf dem sprunggewaltigen Holsteiner aus dem Besitz des Zuchthof Claren ab – damit war das Stechen sicher.

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