Favoritensieg in der Flutlicht-Kür

Niklaas Feilzer dominierte bei den Neuss-Grefrather Dressurtagen die schweren Prüfungen. Der Bereiter aus dem Stall von Isabell Werth gewann Sankt Georg und die Flutlicht-Kür.

Einer strahlte bei den Neuss-Grefrather Dressurtagen ganz besonders mit der Sonne um die Wette: Niklaas Feilzer. Der Bereiter, seit einigen Jahren im Stall von Dressurkönigin Isabell Werth tätig, gewann die beiden wichtigsten Prüfungen des Traditionsturniers auf der Reitanlage Held. Schon im Sankt Georg (S*) am Donnerstag – gleichzeitig Qualifikation für die Flutlicht-Kür am Freitagabend – hielt der Dressurreiter die Konkurrenz locker in Schach.

Als zweiter Starter setzte Feilzer im Sattel von Ramazotti, einem 14-jährigen Hannoveraner Wallach, bereits die Siegesmarke: Die 69,298 Prozent, die er auf dem Dunkelfuchs ertrabte, waren nicht zu schlagen. Allenfalls er selbst kam mit dem zweiten Pferd Haydn (69,123) noch knapp an das Topergebnis ran. Weder Stefanie Wittmann, die auf der Stute Dufte Biene Dritte wurde (66,886), noch Marion Schleypen auf ihrem Hengst White Kiss als Vierte (66,667), konnten an Feilzer heranreiten. „Er hat wirklich sehr gute Runden gezeigt“, erkannten die beiden Amazonen vom Neuss-Grefrather RC an.

Und auch in der Dressurkür unter Flutlicht am Freitagabend – bei dem gigantischen Wetter einmal mehr richtig gut besucht – waren Niklaas Feilzer (RFV Graf von Schmettow Eversael) und Ramazotti nicht zu schlagen. Auch wenn Stefanie Wittmann (Neuss-Grefrather RC) ihm dieses Mal mit Dufte Biene deutlich auf den Hufen war. Die zehnjährige Rapp-Stute machte ihre Sache gut, zeigte sichere Wechsel, Verstärkungen und Seitengänge. Die Amazone sicherte sich Platz zwei – da Feilzer nur mit einem Pferd in der Kür der besten Zwölf reiten durfte. „Ich bin sehr zufrieden“, freute sich Wittmann über das erfolgreiche Wochenende in Grefrath. „Die Bedingungen sind wieder einmal topp.“ Dafür sorgte das Team um Vereinsvorsitzende Annette Grimsel, das an den vier Turniertagen insgesamt 14 Prüfungen scheinbar mühelos „wuppte“.

In der dritten S*-Dressur des Turniers am Sonntag freute sich eine junge Reiterin über ihren ersten S-Sieg: Lina Claren (RC Gut Neuhaus) galoppierte mit ihrer neunjährigen Rheinländer-Stute Ricca zu 65,714 Prozent und damit an die Spitze. Die Pulheimerin, auf dem familieneigenen Hof tätig, absolvierte ihre Ausbildung einst bei Jan Nivelle und brachte Ricca selbst bis in die schwere Klasse. „Ein tolles Gefühl“, jubelte sie über den Erfolg.

Jubeln durften auch die Gastgeber, denn ihre Reiterin Julia Wann siegte in der L-Dressur auf Kandare. Die Neusserin sicherte sich auf Henry vom Hofe die goldene Schleife. „Es war insgesamt ein tolles Turnier – in jeder Hinsicht“, lautete das Fazit von Annette Grimsel. „Wir haben sehr gute Leistungen im Viereck gesehen. Das Wetter war natürlich gigantisch und hat für noch mal mehr Zuschauer gesorgt.“ Auch organisatorisch lief dank des eingespielten Teams alles glatt. „Jetzt werden wir sehen, ob wir 2017 bei diesem Prüfungs-Mix bleiben, oder ob sich das etwas ändert“, geht Grimsel schon in die Planungen für die nächsten Neuss-Grefrather Dressurtage. „Wir müssen das jedes Jahr auf den Prüfstand stellen, um den hohen Ansprüchen gerecht zu werden und ein solch hochwertiges Turnier auf die Beine stellen zu können.“

Die Ergebnisse sind online unter www.bila.de abrufbar.

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