Gilbert Tillmann und Hadjib Siebter im Hamburger Derby

Springreiter Gilbert Tillmann (RC Gut Neuhaus) wird Siebter beim Deutschen Springderby in Hamburg. Auf seinem Nachwuchspferd Hadjib knüpft er an die Erfolge der Ära „Hello Max“ an.

Derbysieger Hello Max ist in Ruhestand. Statt im Parcours tummelt sich das legendäre Erfolgspferd von Springreiter Gilbert Tillmann auf der Weide. Und damit ist Tillmanns Erfolgsserie beim Deutschen Springderby in Hamburg – dem wohl legendären und wohl schwersten Springen der Welt – vorbei? Von wegen!

Am Sonntag bewies der 33-Jährige, dass es für ihn auch nach „Hello Max“ und dem Sieg 2013 zwischen Pulvermanns Grab, dem großen Wall und Birkenoxer weitergeht. Auf Hadjib, seinem erst neunjährigen Nachwuchspferd, sicherte sich Gilbert Tillmann, im 86. Deutschen Springderby 2015 Platz sieben. Das Paar bewältigte den legendären Kurs in Klein-Flottbeek mit zwei Abwürfen im Umlauf. Fehlerfrei gelang das lediglich dem Sieger, Christian Glienewinkel auf seinem 14-jährigen Hannoveraner Professional Aircare, weswegen es dieses Jahr kein Stechen gab. Nur vier Paare galoppierten mit vier Fehlerpunkten über die Ziellinie; Gilbert Tillmann und Hadjib lieferten mit ihren 175,31 Sekunden trotz der beiden Abwürfe noch eine extrem gute Leistung ab.

„Das war wirklich eine tolle Leistung von Hadjib, der mit einen neun Jahren ja noch nicht so erfahren und schon gar nicht so Derby-erfahren ist wie es Hello Max war“, freute sich Gilbert Tillmann, der den Wallach, der aus dem Zuchtgebiet Zweibrücken stammt, zuhause auf Gut Neuhaus gezielt vorbereitete. „Genauso akribisch wie schon immer Hello Max“, erzählt er. „Hadjib ist genauso ehrgeizig und will immer sein Bestes geben.“ Der Wille ließ den Dunkelbraunen dann auch hoch über die Derby-Hindernisse fliegen. „Die zwei Fehler sind passiert, so ist der Sport, aber ich bin dennoch hoch zufrieden“, so Tillmann. Viele seiner Fans verfolgten seine Ritte in Hamburg live vor Ort. „Die Unterstützung meiner Familie und Freunde ist wahrlich unglaublich.“

Schon in den beiden Qualifikationsspringen hatte das Grevenbroicher Paar geglänzt: Platz zehn beim ersten Auftritt am Donnerstag und Platz fünf mit nur einem Zeitfehler im zweiten Springen am Freitag. Jetzt darf sich der Derbynachwuchs erst mal etwas ausruhen… Gilbert Tillmann hat mit diesem siebten Platz erfolgstechnisch an die Ära „Hallo Max“ angeknüpft und bewiesen, dass die Konkurrenz beim Deutschen Derby auch in den kommenden Jahren mit ihm rechnen muss. Da bekommt der Reiter-Spruch „Einmal im Derbyfieber – immer im Derbyfieber“ für alle Pferdesportfans im Rhein-Kreis Neuss noch mal eine neue Dimension.

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