Marcel Schneider dominiert beim „Heimspiel“

Einen wahren Ansturm von Reitern und Pferden meistern die Turnierorganisatoren des RuFV Bayer Dormagen am vergangenen Wochenende. Auf dem Turnierplatz direkt neben der Bezirkssportanlage in Delhoven ließen die Reitsportler aus dem Kreis-Pferdesportverband Neuss (KPSV) und Umgebung traditionell ihre „grüne Saison“ ausklingen.

Grund lautstark zu jubeln hatten die Aktiven vom Gastgeber in der L*-Dressur auf Trense: Gleich die ersten vier Plätze gingen an Bayer-Aktive. Laura Feid siegte auf Forever mit der Wertnote 7,2 überlegen vor ihren Vereinskolleginnen Sandra Kluth auf Artus (6,5), Jessica Alscheid auf Fabeau (6,3) und Nicole Schwieger auf Full Fiesta (6,2).

In der schwersten Dressur des Turniers, der M*, konnten die heimischen Aktiven ebenfalls vorne mitmischen – auch wenn die goldene Schleife an die Kölnerin Petra Lux (RSG Mottenkaul) auf Sergant Pepper ging. Doch die Plätze zwei und drei waren fest in „KPSV-Händen“: Anne-Kathrin Cyrus (Neuss-Grefrather RC) wurde auf Blix Zweite; Claudia Haase (RFV Hilgershof) auf ihrem Rappen Chopin Dritte.

Im schwersten Springen des Turniers, dem M** mit Stechen – krönender Abschluss am Sonntagnachmittag – ging die goldene Schleife an den Reiter mit dem definitiv kürzesten Anreiseweg. Springreiter Marcel Schneider, der für den RuFV Bayer Dormagen startet und seit März auf der gegenüber liegenden Anlage am Blechhofweg beheimatet ist, konnte seinen Transporter stehen lassen und „einfach rüberreiten“. Tat er auch mit Quite Good, einer erst siebenjährigen rheinischen Stute, die der Neusser seit Mitte 2011 reitet. Das Paar lieferte im Stechen eine phänomenale Runde, bleib in 34,64 Sekunden fehlerfrei und nahm der Konkurrenz damit fast vier Sekunden ab! Die Konkurrenz war in diesem Fall eine Amazone, die ebenfalls nur eine sehr kurze Anreise hatte, nämlich Nina Hintzen vom Gut Kruchenhof. Sie steuerte den Schimmelhengst Espatako, vormals unter ihrer älteren Schwester Nadine erfolgreich, ebenfalls fehlerfrei ins Ziel, war aber mit 38,33 Sekunden deutlich langsamer. Platz zwei für sie vor Jochen Esser (RV Wevelinghoven), der auf Elwood ebenfalls „null“ ritt (43,69). Im M*-Springen mit Joker am Samstag musste sich Marcel Schneider allerdings mit Platz zwei zufrieden geben. Auf Alfonso und Quite Good holte er jeweils Silber. Auf Ebelino gab es zudem eine goldene Schleife im L-Zeitspringen. Damit avancierte der 35-Jährige bei seinem „Heimspiel“ zum dominierenden Reiter – sehr zur Freude der Vereinskollegen rund um ihren Vorsitzenden Wolfgang Lieven, die an beiden Turniertagen kräftig anpackten.

„Wir sind sehr zufrieden“, lautete die Bilanz des Vereinsvorstands. „Leistungen, Wetter, Organisation – das hat alles gepasst!“

Info: Alle Ergebnisse des Turniers sind unter www.fn-neon.de online abrufbar.

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