Robin Kronenberg gewinnt Uedesheimer Derby

Neuss-Uedesheim hat sein eigenes Springderby. Das ist war nicht weltberühmt wie das legendäre Pendant in Hamburg, aber deshalb für die Zuschauer ja nicht weniger spannend. Das zeigte sich wieder einmal am Samstagnachmittag, als mehrere hundert Zuschauer den schwarzen Wolken trotzen und zum Turnierplatz des RV Uedesheim-Stüttgen auf Gut Neuwahlscheid strömten.

Sie kamen in den Genuss, ein spannendes Uedesheimer Springderby zu verfolgen, bei dem am Ende die Mitglieder des Gastgebers so richtig jubeln durften. Denn mit Robin Kronenberg gewann ein Springreiter aus den eigenen Reihen das Zeitspringen der Klasse L über Gräben und Wälle. 74,69 Sekunden benötigte der angehende Hufschmied auf dem Rappwallach Flip the scrip für den von Parcourschef Markus Lück entworfenen Kurs – und nahm damit dem Zweitplatzierten Dennis Tolles (KF W&W Grimlinghausen/ 76,33 Sekunden) fast zwei Sekunden ab. Dritter wurde Dirk Jerke (RV Wevelinghoven) auf Caprice, der den zweiten starken Uedesheimer, Christian Weyen auf Curly Sue, auf den undankbaren vierten Platz verwies.

Und auch im Großen Preis, dem M** im Siegerrunde am Sonntag, jubelten die Uedesheimer mit Robin Kronenberg. Denn auch im schwersten Springen des Turniers lieferte der junge Springreiter auf Flip the scrip eine tolle Leistung ab, wurde nach einem Abwurf im Finale Zweiter hinter dem Elsdorfer Wilfried Hensen (RC Gut Keuschhof) auf Funny Girl. Der war mit 47 Sekunden deutlich langsamer als Kronenberg (36,54), der Vollgas gegeben hatte, war aber ohne Abwurf geblieben. Sein Vereinskollege Christian Weyen wurde auf Just Joules Sechster!

Grund zum Jubeln hatten die Mitglieder des RV Uedesheim-Stüttgen auch in der Dressurprüfung Klasse M*. Dort konnte Amazone Sarah Clören für den Gastgeber einen Doppelsieg verbuchen. Die Neusserin machte sich wenige Tage nach ihrem 25. Geburtstag selbst das schönste Geburtstagsgeschenk – und sicherte sich auf dem zehnjährigen Rappen Collin, den sie seit 2007 auf Turnieren vorstellt, die goldene Schleife und auf ihrer russischen, inzwischen 20-jährigen Stute Rasbitaya C auch gleich die silberne. Mit dem imposanten Collin erzielte die 25-Jährige, die bereits seit vielen Jahren erfolgreich im Dressursattel sitzt, die Wertnote 7,7, und schlug sich damit selbst. Mit der routinierten Rasbitaya C kam Clören auf die Wertnote 7,5 – und ließ der Konkurrenz damit keine Chance auf die ersten beiden Podestplätze.

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